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Webseiten Geschwindigkeit testen und optimieren

Formel-1-Auto in Bewegung auf Rennstrecke

In diesem Artikel stelle ich beliebte Werkzeuge zur Messung der Seitengeschwindigkeit vor.

Mit den Ergebnissen lässt sich relativ flott eine Aussage über die Geschwindigkeit einer Webseite treffen.

Jedoch ist ein guter Performancewert (z. B. 89/100 Punkten bei Google Pagespeed) nicht zwangsläufig ein Indikator für eine schnelle Webseite.

Genauso sagt ein durchschnittlicher Wert (z. B. 74/100 Punkten) nicht aus, dass eine Webseite oder ein Shop langsam ist.

Häufig macht man sich unnötig einen Kopf darüber, warum man keine 100 Punkte hat und verschlimmbessert bei der Optimierung Dinge, die gut waren.

Im Folgenden eine Vorstellung der gängigsten Werkzeuge.

Ausführlich musst du deine Ergebnisse aber evtl. mit einem Fachmann besprechen, da bei jeder Webseite und jedem Shop unterschiedliche Faktoren herangezogen werden und optimiert werden müssen.

Eine für jeden einheitliche Lösung gibt es hier kaum.

Vorbemerkung

Die Geschwindigkeit einer Webseite ist extrem wichtig und bis zur vollständigen Anzeige sollten unter 2 Sekunden vergehen – das erwarten Kunden von Onlineshops. Je schneller, desto besser.

Spätestens ab diesem Grenzwert verlierst du mit jeder Zehntelsekunde Kunden, die auch zum großen Teil nicht wiederkommen werden.

Achte also darauf, dass die Technik, Programmierung, die Optimierung (OnPage, Content, Bilder, fluid design und Checkout) auf Geschwindigkeit und gute Nutzererfahrung ausgelegt sind.

Selbst Google hat getestet, wie sich eine langsame Webseite auswirkt – und 20% Nutzer verloren, wenn die Ladezeit um 0,5 Sekunden verlangsamt wurde.

Übrigens ist neben der Geschwindigkeit deiner Webseite vor allen Dingen auch der CLS – Cumulative Layout Shift – wichtig.

Wenn du auf eine Webseite kommst und die Elemente springen wie wild umher, weil noch nicht alles geladen ist, ist das die Layout Veränderung (Layout Shift).

Und die wird negativ bewertet, weil wichtige Interaktionselemente sofort vorhanden sein sollen, damit man als Besucher nicht unbeabsichtigt ein Element klickt, was gerade erst an seine Position gesprungen ist und man eine unbeabsichtigte Aktion ausführt.

Der Lighthouse Test

Nichts einfacher als das:

Wenn du Chrome oder BRAVE verwendest (BRAVE ist aus Datenschutzgründen sehr zu empfehlen), dann drück einfach F12 an der Tastatur, geh unten (oder an der Seite) auf den Tab Lighthouse und lass einen Test laufen. Den Browser dabei offen lassen.

Ziemlich mittig oben in diesem Screenshot siehst du den Lighthouse Tab.

Lass das Teil laufen und dann bekommst du direkt deine Ergebnisse angezeigt. Zwar auf englisch, aber das bisschen kann man sicherlich verstehen:

Du kannst die einzelnen Bereiche aufklappen und mehr erfahren. Leider ist das nicht immer so verständlich, aber es ist auch nicht wirklich schwer, wenn man sich schon ein wenig mit Webseiten beschäftigt hat.

Wem das aber doch zu kompliziert ist, der kann direkt zum nächsten Werkzeug greifen, welches auch mein Lieblingswerkzeug für die Geschwindigkeitsmessung ist:

GTmetrix

Vielleicht das beste Werkzeug für solche Tests.

Sowohl in der kostenlosen Variante, als auch speziell in der kostenpflichtigen.

Man kann sich sogar seinen eigenen Tarif mit den gewünschten Leistungen zusammenstellen. Wer nur gelegentlich mal seine Webseite testen möchte, braucht aber kaum ein bezahltes Konto.

In jedem Fall gibt man oben in die Zeile die Adresse seiner Seite ein – am besten kopiert man sie aus der Adresszeile des Browsers. In der Bezahlversion kann ich noch den Standort meines Tests festlegen, im Beispiel hier wird von London aus geprüft.

So sieht nämlich eine fertige Testseite aus. Man kann jeden Tab anklicken, um sich Zusatzinfos und Details anzuschauen. Sehr viele Bereiche können aufgeklappt werden und man sieht dann genau, welche Dateien oder Bilder z. B. optimiert werden sollen.

GTmetrix hatte auch erkannt, dass diese Seite mit WordPress läuft und verlinkt auf den eigenen Leitfaden, um WordPress zu optimieren.

Wer sich hier ein wenig durch die Bereiche auf der Seite klickt und die Tips befolgt, kann sein Ergebnis noch verbessern.

Auch auf meiner Seite gibt es noch Bedarf: zum Testzeitpunkt habe ich z. B. noch kein Caching im Einsatz und verwende auch noch keine modernen Bildformate wie AVIF.

Pagespeed.de

Ein Werkzeug, bei dem man sich um nichts kümmern muss, einfach testen kann und in leicht verständlicher Weise Informationen über die eigene Seite bekommt?

Pagespeed.de ist die ideale Lösung für einen schnellen Test und eignet sich aufgrund der Aufbereitung der Informationen besonders für Einsteiger, die nicht so technisch versiert sind.

Beim Test bekomme ich ein Ergebnis und das sagt mir erstmal auch schon das Wichtigste aus: es gibt noch Luft nach oben.

Die Ergebnisse sind sehr übersichtlich.

Pagespeed Webseite

Pingdom

Eine der ältesten Speedtests im Netz ist Pingdom.

Auch, wenn sich die Ergebnisse häufig von denen anderer Tests unterscheiden, haben wir hier einen sehr guten Anbieter.

Wichtig ist zunächst einmal, dass man den Testort einstellen kann – und so wählen wir Frankfurt, Deutschland.

Trotz guter Geschwindigkeit werden mir hier doch ein schlechter Performancegrad ausgewiesen und mehrere Verbesserungsoptionen.

Die genannten Probleme lassen sich fast alle mit Cachingplugins lösen. Zum Testzeitpunkt habe ich noch kein Caching installiert.

Pingdom gibt einen guten schnellen Überblick, erklärt aber relativ wenig. Trotzdem habe ich es früher neben dem nächsten Werkzeug fast ausschließlich verwendet.

Pingdom Webseite

Catchpoint

Hieß früher WebPageTest und war ein Urgestein der Geschwindigkeitstests.

Die Webseite ist ebenfalls sehr klar aufgebaut und die Tests dauern einen Augenblick länger.

Die Ergebnisse lassen sich in den Tabs oben nach Themengebieten umschalten.

Catchpoint Webseite

Pagespeed

Keine Wiederholung von oben, denn hier handelt es sich um das Werkzeug von Google.

Einfach die Seite aufrufen, URL eingeben und testen lassen.

Anschließend werden die Ergebnisse – fast so wie im Lighthouse Test – angezeigt und man kann oben zwischen Mobil und Computer umschalten, die Werte betrachten und auf die Bereiche klicken um mehr zu erfahren.

Leider begnügen sie sich häufig damit, die Schwachstellen zu nennen.

Die Tips für die Optimierung sind vorhanden, aber doch nicht vollständig. Für einen Überblick genügt das allerdings.

Pagespeed Webseite

Zusammenfassung

Es gibt verschiedene Werkzeuge mit unterschiedlicher Tiefe der Dateninterpretation.

Manche Werkzeuge glänzen mit Optik, Einfachheit, Verständlichkeit, während andere mit Datentiefe, verschiedenen Options- und Abfragemodi und besonderen Funktionen aufwarten.

Was für das eigene Projekt geeignet ist, muss man selbst herausfinden. Am besten, du testest einfach einige der vorgestellten Hilfsmittel und schaust, welches sich für dich am einfachsten bedienen und umsetzen lässt.

Wenn du deine WordPress Seite verbessern möchtest, dann lohnen sich immer:

Mit diesen Dingen gerüstet wird deine Seite von Haus aus schnell und es gibt wenig zu verbessern.

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geschrieben von Sebastian

Ein sehr kreativer Mensch, der Freude an Rasen mähen, Tai Chi und schlechten Witzen hat. Gesundheitswissenschaftler (B. Sc.), MBA, begabter Texter und Problemlöser.

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