WordPress ist derzeit die größte Plattform für das Erstellen von Webseiten. Nicht nur Blogs, auch Shops und besonders Nachrichtenseiten setzen auf diese Plattform.
Ohne Aufwand zu betreiben ist es kein wirklich gutes CMS, aber für viele Anwendungsfälle genügt es. Immerhin so sehr, dass aktuell über 40% aller Webseiten weltweit auf Grundlage WordPress laufen.
Das heißt natürlich auch, dass praktisch alle paar Sekunden eine weitere Seite online geht. Und jeder möchte, dass Leser die eigenen Inhalte konsumieren. Wie schafft man das?
Ein paar Hinweise geben diese 13 Tips.
1. Wähle ein einzigartiges Themengebiet
Klingt einfacher, als es ist. Bei der Vielzahl an Blogs und allen möglichen Themen da draußen scheint es schwer, ein Thema zu finden. Aber man muss nicht der Erste sein, der sich um ein Thema kümmert. Wer einen neuen Blickwinkel auf ein Thema einbringt, wird ebenfalls wahrgenommen.
2. Deine Stimme zählt
Dabei ist es wichtig, niemanden zu kopieren. Neben einem eigenen Blickwinkel ist die eigene Stimme, Sichtweise und Art, über ein Thema zu schreiben, relevant. Und ja: dein Blog darf vollkommen anders sein als alles, was es bisher gegeben hat. Du weißt bloß nicht, dass die Leute deine Art der Darstellung lesen würden, weil es noch niemand so wie du gemacht hast. Vielleicht musst du also der erste sein, der in deinem Stil schreibt und kommuniziert. Das ist gut, dann musst du dich nicht verstellen. Und das Schreiben fällt dir leichter. Und deine Leser lernen tatsächlich etwas von dir kennen.
3. Gutes Design ist wichtiger, als du denkst
Ein selbst zusammengestöpseltes Design erkennt man. Und wenn es nur daran liegt, dass es nicht „rund“ wirkt. Gutes Design ist ein unterschätzter Faktor für die Lesbarkeit, das Wohlfühlen deiner Leser und sogar für SEO. Ich habe auf meiner Webseite, wo du gerade liest, wahrscheinlich ebenfalls eine Vorlage verwendet und mir nicht alles selbst ausgedacht. Wenn Design nicht dein Ding ist, dann nutze fertige Vorlagen oder Elemente, die du zusammensetzen kannst. Wenn du mit WordPress und dem Blockeditor arbeiten willst, empfehle ich dir aktuell ausschließlich Generatepress + Generateblocks. Es ist günstig, bietet viel in einem einfachen, leichten Paket und so sauber und suchmaschineneffizient programmiert, wie es überhaupt bei Blockthemes und Gutenberg Blöcken möglich ist.
4. Nützliche Inhalte
Nützliche Inhalte zu schreiben ist noch einmal ein ganz eigenes Thema für sich, denn das Feld an nützlichen Inhalten ist weit. Zu weit, als dass ich es hier aufzählen würde. Aber: nützliche Inhalte schreiben die wenigsten Leute. Also gilt hier erst einmal: orientiere dich nicht unbedingt an dem, was andere tun, sondern frag dich: welche Fragen hätte ich gerne zu meinem Thema schon immer gerne beantwortet gehabt? Was fehlt an Informationen draußen im Netz? Welche Lücken kann man füllen oder Dinge besser erklären, als es bisher jemand getan hat?
5. Zeige Präsenz
Wenn deine Inhalte auch auf Social Media zu finden sind – und du dazu – fällt das mit der Zeit auf. Engagiere dich, interagiere und antworte, wenn möglich, auf die Kommentare und Fragen deiner Leser.
6. Liebe deine Leser zu Tode
Freu dich, wenn jemand kommentiert. Antworte auf die Kommentare. Sei dankbar. Bau Beziehungen auf. Das werden die Leser (besonders auch neue) merken und es ist sofort weniger anonym bei dir, sondern viel freundlicher. Und Beziehungen zu pflegen ist wertvoll.
7. Sei einzigartig
Schließt sich an die ersten beiden Punkte an. Eigener Blickwinkel und deine Stimme. Und kopiere dabei nicht andere, kopiere keine fremden Texte oder Artikelserien. Ich erinnere mich, dass ein Blogger praktisch die Inhalte von Problogger eine zeitlang 1:1 übernommen hat und sogar das Logo von Problogger kopiert hat: er hat es einfach nur um 180° gedreht und verwendet und behauptet, er würde die ganzen Artikel schreiben, indem er die kopierten Inhalte um ein paar Minuten oder Tage zur „echten“ Veröffentlichung rückdatiert hat. Wer will etwas von so einem unoriginellen Betrüger lesen? Sei du anders. Sei du echt. Sei einzigartig.
8. Nimm Stellung
Du musst nicht im Mainstream mitschwimmen. Besonders dann nicht, wenn er nicht deine Meinung vertritt. Vertritt also immer nur deine Sichtweisen, auch, wenn sie kontrovers sind. Auch, wenn es böse Kommentare gibt. Auch, wenn dich Leser dafür ablehnen werden. Was ist besser? Echt zu sein oder beliebt zu sein? Die Leser, auf die es wirklich ankommt, werden deine Authentizität zu schätzen wissen und nicht das Fähnchen im Wind. Und: wenn du polarisieren willst, musst du ja nicht unbedingt eine gegensätzliche Meinung vertreten: wie wäre es, wenn du der Mainstream Meinung noch ein paar kontroverse Aspekte zum Überlegen mit hinzufügst oder beide Seiten neutral in einem Beitrag betrachtest, ohne dich auf eine Seite zu schlagen? Es ist so vieles möglich.
9. Bilder bereichern
Bilder sind immer gut, weil du wesentliches ohne viele Worte schnell vermitteln kannst. Manche Dinge kannst du auch nur mit Bildern vermitteln. Eine optische Illusion lässt sich z. B. schlecht mit Worten ausdrücken. Da ist es schon gut, wenn man sie sieht. Es gibt viele Arten von Bildern und besonders Infografiken sind beliebt und werden auch gerne verlinkt.
10. Interessante Überschriften
„Mann beißt Hund“ oder „Dein Telefonanbieter erfasst deine Bewegungsdaten und gibt sie weiter. So schaltest du es aus.“ sind zumindest interessanter als „Ein Tag im Zoo“. Man kann jedes Thema und jede Überschrift interessant gestalten. Und interessante Titel werden geteilt, geklickt und gelesen. Also mach dir ein wenig Gedanken, wie deine Überschrift ansprechender sein kann.
11. Durchhalten zahlt sich aus
Wenn dein Blog neu ist, tut sich erst einmal nicht. Auch der derzeit größte YouTuber Jimmy Donaldson (MrBeast) hat erst Jahre in den Aufbau seines Kanals investieren müssen, bevor sich etwas getan hat. Als er dann 100 Millionen Abonnenten hatte, war der Sprung zu 200 Millionen und später 400 Millionen nicht mehr groß. Aber er musste durchhalten, seine Stimme finden, Videos produzieren und einfach weiter an sich glauben. Es hat sich ausgezahlt. Und nicht nur bei ihm.
12. Dein Blog muss sich entwickeln
Natürlich muss dein Blog immer auch Inhalte bieten, aber es muss nichts langweiliges oder isoliertes sein. Wie wäre es, wenn man ein Thema im Rahmen einer langen Serie angeht? Und Serie ist hier ein gutes Stichwort: wir schauen Fernsehserien mit mehreren Folgen pro Jahr und warten begierig auf die nächste Staffel, weil sich ein Thema entwickelt. Kannst du auch ein Thema über lange Zeit angehen, unterschiedliche Aspekte beschreiben und vielleicht sogar mehrere Jahre an einer Artikelserie arbeiten? Wenn JK Rowling die Kapitel von Harry Potter eines jede Woche veröffentlicht hätte, hätte sie ebenfalls Millionen Leser aufgebaut, die jede Woche auf das neue Kapitel gewartet hätten. Treue Fans, die sich ihr und ihrer Geschichte oder ihrem Thema verschrieben haben. Wer sagt denn, dass du nicht der nächste erfolgreiche Autor auf diese Art sein kannst?
13. Nicht(s) verstecken
Zum einen sollst du dich nicht verstecken: sei greifbar, erzähl etwas über dich, lass deinen Charakter und auch deine Ideen, Wünsche, Träume und Fehler durchscheinen. Du musst keinen Seelenstriptease machen, aber zeig, dass du Mensch bist. Und zum anderen sollst du deine besten Inhalte nicht verstecken. Natürlich versteckst du sie nicht aktiv, aber deine besten oder meistgelesenen oder meist kommentierten Inhalte landen irgendwann im Archiv weiter hinten. Da wäre es gut, wenn du einen Bereich deiner Seite hättest, auf dem du die besten Inhalte noch einmal auflistest und diesen Bereich vom Menü aus verlinkst. Das schafft einen guten Eindruck und zieht die Leser schneller an. Und neue Leser wissen somit sofort, wo sie starten können und erhalten vielleicht gleich den meisten Mehrwert.
Mit diesen Tips gerüstet kannst du dein Blog auf jeden Fall verbessern. Wie viele du umsetzt, liegt bei dir. Aber sie sind alle nicht so schwierig, als das man nicht auch alle umsetzen könnte. Fang also an und greif dir etwas heraus und setze es um. Dein Zukunfts-Ich wird es dir danken.